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  SV Süggerath-Tripsrath 09/18 e.V.

 

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                Hier alle Bilder vom Jubiläumsabend

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Geilenkirchen-Süggerath. Die Spielvereinigung Süggerath-Tripsrath 09/18 kann stolz auf ihren Stammverein sein.
Denn der FC Germania Süggerath feierte mit Freunden, Gönnern und Fußballlegende Reiner Calmund im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt sein 100-jähriges Jubiläum.
Vorsitzender Berthold Reinartz berichtete von einjährigen Vorbereitungen für das Fest, in deren Verlauf ihn bekannte Lieder von Xavier Naidoo begleitet hätten.
«Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer», gehörte zu den Songs. «Und der Weg zu diesem Fest am heutigen Abend war auch kein leichter», sagte Berthold Reinartz. Von der Ideenfindung über die Planung im engsten Vorstandskreis habe sich der Kreis, der sich mit einbrachte kontinuierlich erweitert.
«Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen», diese Zeile beschreibe die Entwicklung treffend. Dies sei zudem eine Aussage, die für dörfliche Vereinsarbeit immer wichtiger werden dürfte. In einem weiteren Lied singt Xavier Naidoo mit den Söhnen Mannheims: «Wir müssen etwas bewegen, sonst bewegt sich nichts.»
 Dies sei sicherlich auch das Motto für die Vereinsarbeit in den zurückliegenden Jahrzehnten gewesen, und nur so seien 100 Jahre Fußball in der Gemeinschaft zusammengekommen. Schirmherr und Moderator Olaf Lang beließ es bei einer kurzen Begrüßungsansprache und zeigte sich überzeugt, dass sich auch weiterhin Menschen für den Verein engagieren werden.
Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst überbrachte die besten Glückwünsche zum runden Jubiläum. «Teamgeist, Kampfeswille, Fair-Play und das Einhalten von Regeln lernt und pflegt man nirgendwo so intensiv wie beim Sport», sagte Borghorst. Das unbedingte gegenseitige Vertrauen, das Eingebundensein in ein funktionierendes Teamwork und die gemeinsame Erfahrung des Sieges oder der Niederlage prägten das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mannschaft, der Vereinsmitglieder und der Fans und Angehörigen wie kaum sonst etwas.
Die über Jahrzehnte hinaus mit Leidenschaft und viel Engagement betriebene Jugendarbeit der Spielervereinigung verdiene besondere Anerkennung. Kreisvorsitzender Eduard Meinzer gratulierte der Germania zu ihrem 100-Jährigen. Es sei sicherlich nicht alltäglich, dass in Süggerath jemand 100 Jahre alt werde. «Und wer dann, wie der FC Germania 09 Süggerath, selbst noch so gut drauf ist, dem wird beste Gesundheit nachgesagt», sagte Meinzer.
Mit dem vor zehn Jahren erfolgten Zusammenschluss zur Spielvereinigung mit Concordia Tripsrath hätten die Germanen richtungsweisend den Grundstein für die Sicherung des Fortbestandes gelegt, lobte der Kreisvorsitzende die damalige Entscheidung. Im Laufe des Abends ehrte Vorsitzender Berthold Reinartz folgende Männer für 60-jährige Vereinsmitgliedschaft: Lorenz Vogt, Heinz Holz, Arnold Werths und Hubert Speuser.
Lorenz Vogt war viele Jahre lang 1. Vorsitzender des FC Germania Süggerath. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Heinz-Leo Bonn, Gerd Heinrichs, Herbert Hohnen, Theo Koch, Frank Liebers, Heinz-Dieter Müllstroh, Hans-Josef Bonn, Toni Schlösser, Horst Zumfeld, Josef Helf, Josef Kaulard, Heinz Kohnen, Willi Spehl, Karl Wehner und Heinz Hutmacher.
Nach dem offiziellen Teil glänzte der Festabend mit tollen Showeinlagen und bester Unterhaltung. Die zwölf Mädels und Jungs der Showtanzgruppe «Starlets» zeigten sich an diesem Abend im Fußball-Dress. Das Duo «Flamingoboys» sorgte von Anfang an für zünftige Musik und die Schau der «Wüsten Wüstensöhne» hinterließ bei den über 400 Gästen ebenfalls einen hervorragenden Eindruck.

 Vereinsvorsitzender Berthold Reinartz (r.) ehrte 
 beim Festabend aus Anlass des 100-jährigen 
 Jubiläums des FC Germania Süggerath zahlreiche 
 Mitglieder für 50- und 60 Jahre Treue zum 
 Fußballclub.
 
                                    Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Süggerath. Der Fußballclub Germania 09 Süggerath feierte sein 100-jähriges Jubiläum. Absoluter Star des Festabends war Fußballexperte Reiner Calmund, dem es so gut in dem 700-Seelen-Dorf gefiel, dass er gleich drei Stunden blieb.
Der Hobby-Koch, der 2007 mit der «Goldenen Schlemmerente» in Wassenberg ausgezeichnet worden war, genoss die Sympathien der Süggerather im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt und stellte in einer halbstündigen Laudatio seine lockere Art des Entertainments unter Beweis. «Er ist ein Mann mit hervorragendem Sachverstand, er hat Charisma und ist mediengewandt. Er ist Mensch geblieben und ne Jung us et Dörp», stellte eingangs der Vorsitzende der Spielvereinigung Süggerath-Tripsrath e.V., Berthold Reinartz, den ehemaligen Bundesligamanager vor.
Und dann legte Reiner Calmund in seiner unnachahmlichen Art gleich los: «Ich bin gerne nach hier gekommen, obwohl ich jar nit weeß, wie ich nach hier jekommen bin.» Heinz Harren hätte ihm gesagt: «Jetzt komm ens zu de Buure.» Nun sei er hier in Süggerath, sehe ein wunderschönes Dorf - konservativ, ohne jeglichen Fortschritt... «Ich bin restlos von de Fott», schwärmte er unter dem Lachen der Zuschauer.
Derzeit mache er Diät, aber: «Auch wenn se dat nicht sehen, ich fühl mich federleicht», schmunzelte das Schwergewicht. Reiner Calmund gratulierte dem Jubel-Verein zum 100-Jährigen. Besonders wichtig sei der Zusammenhalt in so einem Verein, dann halte das auch 100 Jahre und mehr, so wie in Süggerath. «Wenn der Zusammenhalt nicht stimmt, kommt es zur Entmenschlichung», sagte Calmund und wunderte sich selber über die soeben aus seinem Mund entfleuchte Wortkreation. «Entfremdung» habe er gemeint.
Ein wunderschönes Dorf
In Süggerath sehe er ein wunderschönes Dorf, ganz in der Nähe zu Holland. «Die Holländer kommen immer mal gerne rüber, damit sie sehen, wo richtig Fußball gespielt wird», warf Calmund zur Erheiterung des Publikums ein. Beim Fußball komme es aber nicht auf die Nationalität an, auch nicht auf Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit. Calmund: «Im Sport zählt das nicht, da sind wir der Politik um viele Jahre voraus.» Der Fußballexperte hob während seiner Rede immer wieder das Ehrenamt hervor: «Die Ehrenämtler müssen unterstützt werden, weil sie unbezahlbar für den Staat sind.»
Ebenso lobte er die Arbeit der Frauen in den Sportvereinen: «Sie können mitmachen, Feste organisieren, Kuchen backen...»
Calmund warb für Sport und Bewegung. Er meinte: «Dann sage ich zu den Kindern: Wenn ihr so weiter macht, keine Bewegung
habt, aber zu viel esst, dann werdet ihr so dick wie ich...»

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 Schirmherr Olaf Lang im Gespräch mit dem 
 Laudator Rainer Calmund.  

                                Foto: Georg Schmitz